Jürgen Günther
Jürgen Günther (Jahrgang 1938), verdiente sich in den 50er Jahren seine Sporen zunächst beim Dresdner Trickfilmstudio, bevor seine ersten kleinen, noch deutlich davon beeinflussten Comics in Atze auftauchten. Daraufhin wurde man bei der FRÖSI auf ihn aufmerksam und betraute ihn durch die 60er Jahre hindurch mit Auftragsarbeiten, die meist in der Bildgeschichten-Umsetzung bekannter literarischer Stoffe bestand.Nach einer den politischen Bedingungen bei der FRÖSI geschuldeten mehrjährigen Pause, in der er zum Beispiel für Zeitschriften wie die FREIE WELT, das sorbische Blatt PLOMJO, diverse ausländische Kinderzeitschriften sowie später für die NBI Bildgeschichten anfertigte, schuf er 1974 den grünen Affen Otto für die FRÖSI, der sein größter Erfolg und Markenzeichen werden sollte. Mehr dazu auf der entsprechenden Unterseite.
Nach der Wende blieb der Künstler ausgesprochen aktiv. Noch heute zeichnet er monatlich auf der Kinderseite der Sächsischen Zeitung Kasi, inzwischen gibt es davon mehrere hundert Folgen. Etwa 300 Folgen existieren von der Serie Ed & Eddy, die ebenfalls nach der Wende für die Berliner Zeitung entstanden war. Auch Otto und Alwin sind wieder zurück, und zwar auf den Seiten der wiederbelebten FRÖSI. Im Eigenverlag plant er die Herausgabe einer Otto-und-Alwin-Gesamtausgabe, und sollte die gut ankommen, hat er bereits neues Material mit den beiden Helden in der Hinterhand.
Ein ausführliches mehrteiliges Porträt über Jürgen Günther erscheint ab Herbst im Dresdner Mosaik-Fanzine mosa.X und anschließend in Auszügen auf der Presse-Seite.